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Landshut, Stadtteil Berg

 

 

 

Die Chlingensperg auf Schloß Berg bei Landshut (heute Adelmannschloss)

Epitaph Chlingensperg
Epitaph des Joseph Maria Bernhard von Chlingensperg auf Berg, † 1.03.1811
Bernhard Taddäus Casimir Lorenz gründete die Familienlinie.
Vom Bäckersohn in den Adelsstand.

Der in Frontenhausen geborene Bayerische Rat Christoph Chlingensperg (1651-1720) erlangte als Rechtsprofessor an der Landesuniversität Ingolstadt durch ein Diplom vom 27. Oktober 1693 von Kaiser Leopold I. den rittermäßigen Reichsadelsstand mit Wappenbesserung, worauf die kurbayerische Ausschreibung des kaiserlichen Gnadenaktes nach seinem Tode am 11. August 1728 erfolgte. Angehörige dieser 1693 in den Reichsadelsstand erhobenen Familie waren vor allem als Universitätsgelehrte, Verwaltungsbeamte, Politiker und Militärs im Dienste der Wittelsbacher tätig.

Prof. Dr. jur. Christoph von und zu Chlingensperg nannte sich „auf Schönhofen zu Drachenfels und Stöckenrain“. Er heiratete am 4. Januar 1681 Maria Florentina, geb. Freinhueber. Sie war die Tochter des Landshuter Bürgermeisters Martin Freinhueber. Aus der Ehe gingen 12 lebende Kinder hervor.

Der Sohn Bernhard Taddäus Casimir Lorenz gründete die Linie der Chlingensperg auf Schloß Berg (heute Adelmannschloss) bei Landshut. 1774 ist er in Landshut verstorben und wurde mit seiner Gattin Maria Franciska Victoria in der Pfarrkirche Heilig Blut bei Landshut begraben.

Zwei bedeutende klassizistische Epitaphien in der Pfarrkirche Hl. Blut wurden vom Landshuter Bildhauer Christian Jorhan für Marianne und Joseph Maria Bernhard von Chlingensperg auf Berg geschaffen.

Friedrich Maximilian Anton von Chlingensperg (1860-1944) auf Berg, war ein bayerischer Beamter und Verwaltungsjurist, der auch als Heimat- und Adelsforscher wirkte.

Dr. Max Anton Beat von Chlingensperg auf Berg (1841-1927) erforschte zwischen 1884 und 1888 ein umfangreiches germanisches Gräberfeld in Kirchberg (Bad Reichenhall). Er identifizierte dabei 525 Reihengräber und datierte die Funde auf die Zeit zwischen dem frühen 6. Jahrhundert und dem späten 7. Jahrhundert.

Peter Käser

PDF-Datei öffnenEinen ausführlichen Bericht des Heimatkundlers Peter Käser, Binabiburg, finden Sie in der PDF-Datei:

 

 

 

Zuhause auf dem Dach der Stadt

Der Stadtteil Berg mit der Burg Trausnitz, ein ehemaliger Luftkurort mit den Ortsteilen Bartreith, Berggrub, Ehrnstorf, Sallmannsberg und Salzdorf, wurde 1928 nach Landshut eingemeindet. Archäologisch interessant ist eine jungsteinzeitliche Siedlung in Sallmannsberg.

Mehr über die Geschichte des Stadtteils erfahren Sie in einem Bericht, den die Landshuter Zeitung im Rahmen einer Artikelserie “Mein Landshut“ am 8.10.2012 veröffentlicht hat.

PDF-Datei öffnenDen Bericht über Landshut-Berg können Sie als PDF-Datei öffnen.

 

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