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Landshut Stadt

 

Archäologie

Archäologische Ausgrabungen am ehemaligen Kollerparkplatz

Vorsätzliche Zerstörung

Bei einer Archäologentagung wurden schwerwiegende Vorwürfe laut, weil im Zuge der Bebauung des Kollerparkplatzes vorsätzlich archäologische Ausgrabungsstellen zerstört wurden. Archäologisch wertvolle Fundobjekte zur frühen Stadtgeschichte konnten nicht mehr vermessen und dokumentiert werden.

PDF-Datei öffnenDen Bericht der Landshuter Zeitung vom 12.11.2015 können Sie in der PDF-Datei nachlesen.

 

Archäologische Ausgrabungen am ehemaligen Kollerparkplatz

Wer bekommt die Funde

Viele Funde, unter anderem ungewöhnlich aufwändig gefertigtes Geschirr, Glas und Keramik, stammen aus der Zeit der Landshuter Hochzeit. Eigentümer der Funde ist die  Firma City Palais. Zur Zeit werden die Funde im Landesamt für Denkmalpflege konserviert. Es ist zu hoffen, dass die wichtigen Stücke zur Stadtgeschichte in den Museen der Stadt für die Allgemeinheit zugänglich werden.

PDF-Datei öffnenDen Bericht der Landshuter Zeitung vom 12.11.2015 können Sie in der PDF-Datei nachlesen.

 

 

 

Häuserporträts

Landshuter Häuserporträts.
Eine Serie der Landshuter Zeitung, in der Landshuter Gebäude und ihre Geschichte vorgestellt werden.

 

Landshut - Altstadt

Altstadt Landshut – Der schöne Schein

PDF-Datei öffnenUmgang mit dem Denkmalschutz
(Landshuter Zeitung, 27. Juni 2013)

Altstadt, Kollerparkplatz

PDF-Datei öffnenArchäologische Funde, jetzt City-Palais.
(Landshuter Zeitung, 28. März 2013)

Altstadt 28, Die Alte Post

Im Mittelalter Domizil de bayerischen Landstände.
PDF-Datei öffnenInnenhof mit Arkadengängen, Renaissancefresken, Geburtshaus von Max Slevogt.
(Landshuter Zeitung, 16. Februar 2013)

Altstadt 29, Kronprinz

Ein Haus mit architektonischen Besonderheiten und wechselvoller Geschichte:
PDF-Datei öffnenKurfürstliche Kanzlei, Regierungssitz, Hotel, Lichtspieltheater.
(Landshuter Zeitung, 6. April 2013)

Altstadt 72, Silbernagl

PDF-Datei öffnenSchon 1475 zählte das Anwesen zu den größten der Stadt.
(Landshuter Zeitung, 27. Dezember 2012)

Altstadt 76, ehemals Buchhandlung der Familie Attenkofer

In dem jahrhundertealten Haus wohnten ein bekannter Landshuter Stadtschreiber und zwei Töchter des Buchhändlers Johann Baptist Attenkofer. In den Erzählungen der jüngeren, noch lebenden Tochter wird die Vergangenheit des Hauses lebendig, und ein Hausgeist scheint sich bis in die Gegenwart gehalten zu haben.
PDF-Datei öffnen(Landshuter Zeitung, 5. Juli 2014)

Altstadt 77, Zigarren, Wein, Lotto und Reisen

Das Haus zeugt von Generationen Landshuter Handelstraditionen, verbunden mit dem Namen Fahrmbacher
PDF-Datei öffnen(Landshuter Zeitung, 30. Juli 2016)

Altstadt 80, Ziegler-Haus

Dank seines geschichtsbewussten Eigentümers ist das Ziegler-Haus, das in Teilen bis ins Mittelalter zurückreicht, bis heute ein Zeugnis gewachsener Baugeschichte
PDF-Datei öffnen(Landshuter Zeitung, 9. August 2014)

Altstadt 81, Pappenbergerhaus

PDF-Datei öffnenEines der schönsten Häuser der Altstadt, dessen Ursprung ins 14. Jahrhundert reicht.
(Landshuter Zeitung, 6. Juli 2013)

Altstadt 89, Gasthaus - Wohnhaus - Medienhaus

1250 ist hier erstmals eine Bebauung nachgewiesen, 1342 abgebrannt, mehrmals wurde umgebaut.
Heute beherbergt das denkmalgeschützte Bürgerhaus den Verlag der Landshuter Zeitung.
PDF-Datei öffnen(Landshuter Zeitung, 7. Mai 2016)

Altstadt 178/179, Moserbräu

Dem Verfall preisgegeben ?
Ein mittelalterliches Bürgerhaus mit schützenswerter historischer Bausubstanz.
PDF-Datei öffnen(Landshuter Zeitung, 19. August 2013)

Der Moserbräu: Über den Verfall eines Hauses voller Geschichten".
PDF-Datei öffnen(Landshuter Zeitung, 28. September 2013)

Altstadt 300, Patrizierhaus und Herberge für eine Braut

Das Oberndorfer- bzw. Grasbergerhaus ist eines der ältesten Häuser in der Altstadt.
Während der Landshuter Hochzeit residierte hier die polnische Königstochter mit ihrem Gefolge.
PDF-Datei öffnen(Landshuter Zeitung, 26. Mai 2016)

 

Landshut - Neustadt

Neustadt 440, Wohnhaus, vor dem Abriss gerettet

Anwesen mit neugotischer Fassade.
Dokumentiert ist an dieser Stelle seit 1475 ein Gebäude, das über ein Schankrecht verfügte.
PDF-Datei öffnenEine gelungene Sanierung.
(Landshuter Zeitung, 9. Januar 2013)

Neustadt 520, Hotel Goldene Sonne und ehemaliges „Handwerkerhaus

Ein abbruchreifes Gebäude erwies sich als eines der ältesten Holzhäuser Niederbayerns.
PDF-Datei öffnenDer Holzblockbau aus dem Jahr 1474 wurde behutsam saniert.
(Landshuter Zeitung, 10. August 2013)

Neustadt 458, Eckhaus an der Grasgasse

PDF-Datei öffnenDas Haus wird saniert
(Landshuter Zeitung, 26. Januar 2013)

Neustadt 527, einfühlsam saniert

Das ehemalige Handwerkeranwesen gibt Zeugnis von vielen Epochen und dem sozialen Aufstieg des Wagnermeisters Xaver Steiner im 19. Jahrhundert, die Geschichte des Hauses reicht jedoch bis ins 16. Jahrhundert zurück. Die heutigen Eigentumswohnungen bieten zeitgenössischen Wohnkomfort mit historischem Charme.
PDF-Datei öffnen(Landshuter Zeitung 30. Mai 2015)
 

 

Landshut – sonstige Straßen und Plätze

 
Alte Bergstraße Nr. 157

PDF-Datei öffnenUm die “kleine Burg” an der alten Bergstraße 157 rankt sich eine Legende

Alte Bergstraße Nr. 158, geheime Gänge unter imposanten Mauern

PDF-Datei öffnenDas denkmalgeschützte Haus wurde 1492 erstmals urkundlich erwähnt, wurde völlig entkernt und behutsam saniert.
(Landshuter Zeitung, 2. Februar 2013)

Alte Bergstraße 173, Handwerkerhaus

Das traufständige Haus Nummer 173 ist kein eingetragenes Denkmal. Doch es erinnert an alte Handwerkstradition. Der Bäckerladen ist zwar nicht mehr vorhanden aber die Backstube mit den alten Maschinen ist noch original erhalten. Die Eigentümer haben einige Mühe darauf verwendet, die Fassade im ursprünglichen Stil zu belassen und das Handwerkerhaus unterhalb der Burg schonend zu renovieren.
PDF-Datei öffnen(Landshuter Zeitung, 16. Mai 2015)

Bismarckplatz 21, das Klosterrichterhaus

PDF-Datei öffnenDas Klosterrichterhaus am Bismarckplatz, im 16. Jh. erstmals urkundlich erwähnt, bietet seinen jetzigen Besitzern Wohnraum und eine stimmungsvolle Umgebung für deren Sammlung an Kunstgegenständen
(Landshuter Zeitung, 18. Oktober 2014)

Dreifaltigkeitsplatz, ehemaliges Adelspalais

Neun historische Bauphasen lassen sich im Haus Dreifaltigkeitsplatz 13 unterscheiden.
Das ehemalige Adelspalais, das derzeit saniert wird, überrascht mit architektonischen Besonderheiten aus alter Zeit,
PDF-Datei öffnenwie barocken Türen und gotischen Holzdecken
(Landshuter Zeitung, 10. Januar 2015)

Dreifaltigkeitsplatz, herzoglicher Hauptkasten, später Landgericht

PDF-Datei öffnenIn dem 1468 errichteten Gebäude wurden die an den Herzog zu leistenden Naturalabgaben gelagert.
(Landshuter Zeitung, 20. April 2013)

Edmund-Jörg-Straße 19, Altes Schulhaus

Eines der ältesten Schulhäuser der Stadt steht seit rund 200 Jahren in der Edmund-Jörg-Straße 19, kurz vor der Burg.
Es wurde saniert und ist nun ein kleines aber heimeliges Wohnhaus.
PDF-Datei öffnen(Landshuter Zeitung, 6. Februar 2016)

Heilig-Geist-Gasse 401

PDF-Datei öffnenEin Altstadthaus wandelte sich vom Bordell zum Wohn- und Geschäftshaus

Hofmark-Aich-Straße

Eine Insel der Nostalgie im Industriegebiet.
PDF-Datei öffnenDer Grießenbecker Hof ist das letzte Gebäude des Güterkomplexes Hofmark Aich.

Innere Regensburger Straße Nr. 7, der alte Bahnhof

PDF-Datei öffnenDer 1858 eröffnete Sackbahnhof an der kleinen Isar.
(Landshuter Zeitung, 9. März 2013)

Jodoksgasse 585, Das Haus der Krippen

Im Sandtnermodell von 1571 ist das Gebäude genau so gebaut, wie es sich heute noch zeigt, abgesehen von geringfügigen Änderungen in der Fassade. Es war schon immer ein Handwerkerhaus. Heute sind das Haus in der Jodoksgasse 585 und sein Nachbargebäude Wohnung und Werkstatt für den Malermeister Hans Sax und seine Sammlungen alter Handwerkskunst.
(Landshuter Zeitung, 17.Juli 2015)
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Kirchgasse Nr. 228

Die ältesten Bestandteile dieses Hauses reichen zurück bis ins Mittelalter. Im 16. Jahrhundert bewohnte es der Maler Hans Wertinger, im ersten Viertel des 18. Jahrhunderts wurde es weitgehend neu gebaut.
PDF-Datei öffnenDer heutige Besitzer möchte das Gebäude sanieren
(Landshuter Zeitung, 24. Mai 2014)

Kirchgasse 232, Pfarrhof von St. Martin

Der Pfarrhof von St. Martin in der Kirchgasse 232 gehört zu den schönsten und am besten erhaltenen Gebäuden der Stadt, erbaut wahrscheinlich um 1700. Die Fassade mit prächtigen Gestaltungselemente und die herrschaftlich repäsentativ gestalteten Innenräume sind ein Beispiel für die kulturelle Blüte jener Zeit.
PDF-Datei öffnen(Landshuter Zeitung, 9. Mai 2015)

Kirchgasse Nr. 236

PDF-Datei öffnenGeschickt gestaltet statt kläglich verfallen - Ein Beispiel für die gelungene Sanierung eines alten Hauses
(Landshuter Zeitung, 16. November 2013)

Schirmgasse 268, Patrizierhaus

Das Haus Schirmgasse 268, im 16. Jahrhundert Sitz der Patrizierfamilie Kreideweiß, inspirierte im 19. Jahrhundert einen Bortenmacher zum Schreiben: Der damalige Eigentümer Franz Kaspar Krieger verfasste Tagebücher über das gesellschaftliche Leben der Stadt, die heute als bedeutsame Geschichtsquelle gelten
PDF-Datei öffnen(Landshuter Zeitung, 14. Februar 2015)

Seligenthaler Straße, ehemaliges Papierwerk

Das ehemalige Fabrikgebäude des Papierwerks Mittler, 1912 modern im Jugendstil erbaut, verbirgt sich in der Seligenthaler Straße hinter hohem Dickicht. Seit dem Umzug des Papierwerks nach Wörth in den neunziger Jahren steht das Haus leer. Erst kürzlich wurde es wieder verkauft, was Hoffnungen auf eine neue Nutzung weckt.
PDF-Datei öffnen(Landshuter Zeitung, 27. Dezember 2014)

Seligenthaler Straße 14, Schwaigerhaus

Das 1493 zum ersten Mal urkundlich erwähnte Schwaigerhaus, Brenneisenschwaige genannt, gehörte vermutlich bis ins 18. Jahrhundert zum Kloster Seligenthal, dann dem Freistaat und war dem Verfall nahe, als es der Goldschmied und Maler Hugo Högner kaufte und in jahrelanger Arbeit ein bauliches Schmuckstück daraus machte
PDF-Datei öffnen(Landshuter Zeitung, 14. Mai 2015)

Seligenthaler Straße 36, ehemalige Fabrikantenvilla

Die ehemalige Fabrikantenvilla wurde wegen ihrer reichhaltigen historischen Ausstattung in die Denkmalliste aufgenommen. Das Jugendstilgebäude wurde in den letzten Jahren aufwendig nach alten Plänen saniert und zu einem repräsentativen privaten Wohnhaus mit Bürotrakt umgebaut.
PDF-Datei öffnen(Landshuter Zeitung, 25.3.2016)

 

 

 

Landshut und der Denkmalschutz: 40 Hochzeiten und eine Abrissbirne

PDF-Datei öffnenEin kritischer Bericht zum Umgang mit denkmalgeschützten Häusern in Landshut.
 

 

 

Geschichte und Geschichten

 

 

Zwei in Landshut ausgestellte Urkunden vom Jahr 1209, liegen im Stift Sankt Florian in Oberösterreich

Die ältesten in Landshut ausgestellte Urkunden, sind über 800 Jahre alt
1. Teil

Abt Hermann von Niederaltaich (Abt von 1242-1273) stellt nicht als Zeitgenosse fest, dass Herzog Ludwig (I.) von Bayern 1204 anfängt die Landshuter Stadt und die Burg zu errichten. Desto Trotz haben wir ein Jahr später, 1205, vom Regensburger Bi-schof Konrad IV. Graf von Frontenhausen (1204 - 8. April 1226) durch ein Friedensabkommen mit dem Herzog den Beweis - sei Ludwig (I.) ohne Leibserben gestorben, so der Regensburger Bischof - unter anderen Burgen, auch die außerhalb der Diözese liegende Burg Landshut (castrum Landeshut), mit all seinen Dienstleuten, den Ministerialen und Zubehör erhalten würde.
Im Jahr 1209 werden in Landshut zwei Urkunden gesiegelt; es sind die derzeit ältesten in Landshut ausgestellten Urkunden. Beide Schriftstücke befinden sich im Stiftsarchiv des Klosters Sankt Florian in Oberösterreich bei Linz. Eine der Originalurkunden kam abhanden, weshalb 1276/79 im Codex Sankt Florian, dem Kopialbuch des Stiftes, eine Abschrift eingestellt wurde.
Aber eine Pergament-Originalurkunde, 1209 in Landshut ausgestellt, befindet sich noch im Stiftsarchiv.

Landshuter Urkunden 1209, Teil 1, Zeugen

Die Urkunde wird im Bericht (I. Teil) vorgestellt

Es musste 1209 eine größere Fürstenversammlung stattgefunden haben; die anwesende Zeugenliste weist erstmals auf eine große politische Zusammenkunft in Landshut hin. Die weither gereiste hohe Geistlichkeit, die Grafen, herzoglicher Notar und Viztum, Ministerialen und Dienstmänner, siegelten mit Herzog Ludwig I. (dem Kelheimer) die Urkunde. Eigentlich ging es ja nur um 150 Fuder Salz aus der Saline Hall, die der Vogt des Klosters St. Florian zu verantworten hatte.
Interessant sind dabei auch die Freien Herren, die „liberi“ aus unserer engeren Heimat, die im Jahr 1209 als Zeugen in der Urkunde genannt werden.

Peter Käser

PDF-Datei öffnenDen ausführlichen Bericht des Heimatkundlers Peter Käser, Binabiburg, finden Sie in der PDF-Datei:

 

 

Zwei in Landshut ausgestellte Urkunden vom Jahr 1209 liegen im Stift Sankt Florian in Oberösterreich.

Eine Urkundenabschrift vom Jahr 1276/79
2. Teil

LA-Urkunden 1209 Teil 2, St. FlorianIm Jahr 1209 werden in der Kanzlei von Herzog Ludwig dem Kelheimer, in Landshut zwei Urkunden ausgestellt und gesiegelt. Es sind die derzeit ältesten in Landshut ausgestellten Urkunden.
Beide Schriftstücke befinden sich im Stiftsarchiv des Augustinerkonvents Sankt Florian in Oberösterreich bei Linz.
Die erste Original-Pergament-Urkunde wurde schon einer Untersuchung im I. Teil zugeführt.
Die zweite Urkunde kam abhanden, weshalb 1276/79 im Codex Sankt Florian, dem Kopialbuch des Stiftes, eine Abschrift davon gefertigt wurde. Sie wird im jetzigen Bericht bearbeitet

In der Urkunde werden im Jahr 1209 neben der geistlichen und weltlichen Herrschaft auch „Freie“ Dienstmänner aus unserer näheren Heimat als Zeugen der Urkundung genannt: Konrad von Haarbach, Karl von Kirchberg, Otto von Rohr, Berthold von Seyboldsdorf, Pilgrim von Moosen, Albert von Bruckberg und Ulrich von Falkenberg.

Peter Käser

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Die Kriegsnagelung 1916 in Landshut

Eine Nationalstiftung für die Hinterbliebenen der im I. Weltkrieg Gefallenen

Kriegsnagelung, LZ 1916Die Not im Ersten Weltkrieg wurde immer schlimmer. Um Herz und Geldbeutel zu öffnen und das Elend zu lindern, erfand man die Kriegsnagelung. Für das Einschlagen eines jeden Nagels musste ein kleiner Betrag gegeben werden.

„Anfangs 1916 wurde hier - wie auch bereits in anderen Städten - die Errichtung eines Kriegswahrzeichens mit dem Nebenzweck der Einbringung größerer Spenden beschlossen, wobei sich für die Nagelung des östlichen Rathaustores entschieden wurde, das von da ab das „Eiserne“ Rathaustor hieß“. Diese Zeilen hat der Landshuter Oberbürgermeister, Hofrat Otto Marschall in der Landshuter Stadtchronik niedergeschrieben.

„Die Feierliche Nagelung des Kriegswahrzeichens - des Eisernen Tores am Rathaus-– ging am Sonntag, den 7. Mai 1916 unter großer, allgemeiner Teilnahme von Behörden, Offizieren, der Garnison die Spalier bildete, der Wehrkraft, der städtischen Kollegien, Feuerwehr, Vereinen mit Fahnen und allen Schichten der Bevölkerung vor sich“, schreibt die Landshuter Zeitung.

Peter Käser

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Ein Suizid bei den Festlichkeiten:
Pangraz Hoholtinger erhängte sich 1475 bei der “Landshuter Fürstenhochzeit”

Hoholtinger_SiebmacherDer Markgrafenschreiber Hans Oringen war einen Tag vor der Trauung des Herzogensohnes Georg mit der polnischen Prinzessin Hedwig, am Montag den 13. November 1475 in Landshut eingetroffen.

Einige Tage nach der »Fürstenhochzeit« ist Oringen noch in Landshut anwesend, und schreibt den Selbstmord des herzoglichen Kastners Pangraz Hoholtinger, welcher sich durch erhängen das Leben genommen hat, mit “journalistischem” Interesse nieder. Er war unmittelbarer Zeuge und hat auch den Leichnam gesehen. So weiß er zu berichten, dass der Leichnam, nachdem Oringen am “Tatort”  angekommen war, noch warm war. Also war Oringen, alsbald nach der Tat am Ort des Geschehens, und auch noch als der Erhängte abgenommen wurde.

Sicherlich war es ein großer Schock für die dem Adeligen Pangraz Hoholtinger nahe stehende Gesellschaft, hatte sich doch der junge herzogliche Beamte an einem Baum erhängt, beim Münchner Tor, am Eingang zur Landshuter Stadt.

Wenn der Selbstmord des Pangraz Hoholtinger nun schon über 500 Jahre her ist und auch noch einige Fragen zum Suizid und zum Verstorbenen selbst offen sind, so sind die Nachforschungen von Thomas Alexander Bauer und seiner Dissertation vom Jahr 2008 zu den Quellentexten der Landshuter Fürstenhochzeit 1475, “Feiern unter den Augen der Chronisten”, eine enorme Bereicherung zur unmittelbaren Auswertung der Vorkommnisse um das historische Geschehen

Peter Käser

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Ein Zeitzeuge der Landshuter Fürstenhochzeit:
Magister Caspar Westendorfer, Pfarrer von St. Jodok.

Sicherlich stand auch der herzogliche Rat und Pfarrer von St. Jodok Caspar Westendorfer in Konzelebration mit dem Metropoliten der bayerischen Bistümer, Erzbischof Bernhard von Salzburg, den Bischöfen von Chiemsee, Bamberg, Eichstätt, Augsburg, Freising, Passau und dem Landshuter Stadtpfarrer von St. Martin Ludwig Pfragner vor dem edlen Brautpaar Herzog Georg von Niederbayern/Landshut und Hedwig, der Tochter des Polenkönigs Kasimir IV, welche in St. Martin am Dienstag den 14. November 1475 den ehelichen Segen erhielten.
Der gebürtige Vilsbiburger Caspar Westendorfer ist als Stifter des Spitales zum Hl. Geist in Vilsbiburg, als Pfarrer von St. Jodok, Stifter zweier Benefizien mit Altären in der St. Jodokkirche, und als herzoglicher Rat und Mitglied des herzoglichen Hofgerichts von Landshut, in die Geschichte eingegangen.
Die „Reporter“ seinerzeit: Veit Arnpeck, Hanns Seybolt und Hanns Oring haben die Hochzeit für die Nachwelt überliefert. Von den beiden Geistlichen in Landshut, Dekan und Pfarrer von St. Martin Ludwig Pfragner und Pfarrer, Magister Caspar Westendorfer, findet sich in den Niederschriften nichts.
Die sog. „Landshuter Fürstenhochzeit“ konnte Caspar Westendorfer als herzoglicher Rat, Mitglied des herzoglichen Hofgerichts und Pfarrer von St. Jodok, sicherlich im Original gut miterleben. (Peter Käser)

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Thoman Jud von Bruckberg und die Seybolt-Handschrift zur Landshuter Hochzeit 1475.

Eine Untersuchung zum Stifterbild mit den Wappen der Jud und Radlkofer.

Die möglichst originalgetreue Nachahmung der Landshuter Fürstenhochzeit macht das Geschichtsinteresse für dieses vor über 500 Jahren Geschehene zum Daseinsgedanken – unmittelbar und ganz nah.

Die Beschreibung der Landshuter Fürstenhochzeit vom Jahr 1475 geschieht durch den Seligenthaler Klosterschreiber Hans Seybolt. Der Auftrag für die Niederschrift kam von Adeligen Thoman Jud aus Bruckberg. Die letzte Seite der Beschreibung enthält ein ganzseitiges Stifterbild mit der Jahresangabe 1501, eine kolorierte Federzeichnung, darstellend die in Gebetshaltung kniende Stifterin vor einer Christuserscheinung, über ihr ein Spruchband: „O got biß gnedig mir armen sünderin“. In den oberen Zwickeln sind die Wappen der Jud von Bruckberg bei Landshut und das der Radlkofer (Ratl- oder Rätlkofer) von Radlkofen bei Gangkofen, Landkreis Rottal/Inn.

In dem Bericht des Autors Peter Käser geht es um die Beschreibung des Stifterbildes, die genealogischen Zusammenhänge der Adeligen Jud von Bruckberg und seiner Gattin Veronika Salzinger von Greilsberg bei Ergoldsbach. Veronika ist 1570 gestorben und bei St. Martin in Landshut begraben. Ihr aufschlussreiches, filigranes Grabmal, welches auch heute noch an der äußeren Chorseite vorhanden ist, erweckt den Forschertrieb. Viele Verwandtschaftsbeziehungen werden untersucht. Aber letztendlich steht immer wieder die Handschrift des Klosterschreibers Hans Seybolt im Vordergrund des Geschehens. (Peter Käser)

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Landshut und die Schlacht bei Gammelsdorf im Jahr 1313

Schon 1833 feierten die Landshuter in der Stadtpfarrkirche den Gedächtnistag der Schlacht bei Gammelsdorf in Form eines Trauergottesdienstes mit militärischer Parade.
Hans Gumberger, Gammelsdorf, beschreibt in ausführlichen und spannenden Artikeln den Verlauf der Schlacht von 1313, die Vorgeschichte, den Verlauf, die Folgen und die teilnehmenden Adeligen, Ritter und Verbündeten.
Außerdem berichtet er über die Entstehung des Denkmals, den Kampf des Pfarrers Gottstein um die Genehmigung, die Einweihung und die Jahrtagsfeiern.

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Der Kirchenbann über die Landshuter Herzöge 1322
Die Schlacht bei Mühldorf 1322
Die Lösung vom Bann im Kloster Seligenthal von Landshut 1323

Ludwig der BayerNach der Einführung einer Vieh-Klauensteuer durch die Landshuter Herzöge 1322 in der so genannten Ottonischen Handfeste, wurden diese mit dem Kirchenbann belegt,
– das Volk mit dem Interdikt. Die Entscheidung löste 1322 die Schlacht von Mühldorf aus, mit König Ludwig dem Bayer und den Kontrahenten, dem Salzburger Erzbischof und dem Habsburger, König Friedrich dem Schönen.

Sicherlich war die Klauensteuer ausschlaggebend für die Verärgerung beim Salzburger Erzbischof, der die Steuer bei seinen und bayerischen Bistums-Untertanen anprangerte, und die Landshuter Herzöge in den Kirchenbann schickte.
König Ludwig der Bayer und sein Cousin, der Habsburger Friedrich der Schöne, bekämpften sich um die Königskrone 1313 bei Gammelsdorf, dann stand eine Schlacht bei Mühldorf 1319 ins Haus. Mühldorf war eine Enklave des Salzburger Erzbischofs. Der Streit schwelte, bis in der Schlacht bei Mühldorf am 28. September 1322 Ludwig der Bayer auf den Salzburger Erzbischof Friedrich und König Friedrich den Schönen traf – und für Ludwig dem Bayer die Königskrone sicherte. Für den Erzbischof und Friedrich ging die Auseinandersetzung unglücklich zu Ende. König Ludwig der Bayer gewann die Schlacht vor Mühldorf, der Erzbischof nahm an der Schlacht nicht teil; Friedrich der Schöne wurde gefangen genommen.

Die Urkunde des Salzburger Erzbischofs Friedrich beleuchtet die Tathergänge

Auch die Loslösung der Landshuter Herzöge aus dem Kirchenbann, die vom Abt von Raitenhaslach und von König Ludwig dem Bayer im Kloster Seligenthal vollzogen wurde, wird in den Salzburger Bischofsurkunden gut dargestellt.

 

Peter Käser

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Das Grabmal des Tywold Reickher in der Preysing-/Kärglkapelle des Klosters Seligenthal

Tywold Reickher, Rentmeister Herzog Ludwigs, Hofmeister des Klosters Seligenthal in Landshut

Die familiären Verflechtungen liegen eng beieinander. Auch in den kleinadeligen Familien wird darauf geachtet, dass die Lebenslinien nach oben führen. Das heißt, es wird versucht, über die ehelichen Verbindungen sich empor zu arbeiten. Sicherlich spielte auch der Fleiß des Emporkömmlings eine große Rolle.

Reickherr EpitaphTywold Reickher aus Aich/Lanquart an der Bina, in der heutigen Gemeinde Bodenkirchen war so ein Emporkömmling. Vermutlich durch seine Heirat in das angesehene Geschlecht der Eckher zu Biegendorf, Prunnhaag und Thurn bei Frontenhausen, hatte Tywold Reickher es zu hohen Ehren und Ansehen gebracht. Er war herzoglicher Kastner an der Rott, dann Kastner in Landshut. Einen steilen Aufstieg im Berufsleben erreichte Tywold Reickher mit dem Amt des Rentmeisters in Burghausen. 1443 ist er Stadtrichter in Landshut, Rentmeister in Landshut, dann in Burghausen. Er ist herzoglicher Pfleger in Rosenheim und Dingolfing, dann Landschreiber in Landshut.

Von 1454 bis 1457 erscheint Tywold Reickher in den Urkunden des Klosters Seligenthal als Hofmeister. Als Hofmeister des Klosters war Tywold der klösterliche Wirtschaftsbeamte, der als Adlatus (Gehilfe, Beigestellter) der Priorin und Äbtissin die weltliche Geschäftsführung besorgte. Von 1446 bis 1462 ist er bei der Kanzlei und im Hofgericht des Landshuter Herzogs genannt.

Die wohl letzte Nennung vor dem Tod des Tywold dürfte ein Schuldbrief von Herzog Ludwig des Reichen am 21. Januar 1463 an ihn gewesen sein. Im gleichen Jahr stirbt der Hofmeister des Klosters Seligenthal Tywold Reickher. Und er wird in der Kärgl-Kapelle begraben. Noch 1455 stiftet er einen Jahrtag in die Klosterkirche und nennt hierbei auch seinen Begräbnisort. Ein Marmor-Epitaph erinnert in der Kärglkapelle an den kleinadeligen Spross, der es bis zum Hofmeister des Klosters Seligenthal und an den Tisch des niederbayerischen Herzog gebracht hatte.

Peter Käser

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Ein Werk der Barmherzigkeit

Das Grabmal des Westendorfer Benefiziaten Leonhard Wagenhaymer bei der St. Jodokkirche von Landshut

Kirche St. Jodok LandshutAn der äußeren Kirchenmauer von St. Jodok, links neben dem Südportal, ist eine Grabplatte die dem 1481 verstorbenen „Westendorfer Benefiziaten“ Leonhard Wagenhaymer gewidmet ist, der auf dem St. Michael Altar in der Vilsbiburger Spitalkirche Messleser war.
Nur die Verbindung als Kaplan und Benefiziat der Vilsbiburger Westendorfermessen und seinem Auftraggeber Pfarrer Caspar Westendorfer lassen den Schluss zu, dass Wagenhaymer deswegen auch bei der Sankt Jodokkirche seine letzte Ruhestätte als „würdige Gottesgab“ finden konnte.

Neben dem Priester Leonhard Wagenhaymer wird auch der Magister, Licentiat und Rat am Landshuter Hofgericht des Herzogs, Caspar Westendorfer, Pfarrer von St. Jodok in Landshut (ca. 1459 bis 1480) einer nähren Untersuchung zugeführt.
Westendorfer stiftete nach St. Jodok 1470 eine „Kaiser Heinrich- und Kunigundenmesse“, 1474 eine „Aller Heiligen-Messe“. Dann stiftete er 1476 das Heilig Geist-Spital neben dem Stadtturm in Vilsbiburg (heute Heimatmuseum). 1480 hört man zum letzten Mal etwas von Caspar Westendorfer. Sein Grabmal in der St. Jodokkirche ist umstritten, und dennoch hatte sich Westendorfer immer mit seinem Wappen, einem schwarzen Ring im weißen Feld zu Erkennen gegeben.

Peter Käser

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Magister/Licentiat Pfarrer Caspar Westendorfer, Pfarrer von Sankt Jodok in Landshut
und Rat des Herzogs, Generalvikar, Offizial der Salzburger Kirche, Vilsbiburger Spitalstifter

Die Westendorfer werden in Vilsbiburg, in Landshut, Au bei Bad Aibling, Pondorf und Saulburg bei Straubing, in Straubing selbst und in Viechtach genannt. Westendorf bei Augsburg/Aichach führt im Wappen den schwarzen Westendorfer-Wappenring.
Westendorfer WappenIn der Bayerischen Staatsbibliothek zeigen die Landtafeln von 1565 als Vertreter des Prälatenstandes (Klöster, Pröpste und Stifte) der Städte, Märkte und ehemaligen Grafschaften, die im Herzogtum Bayern aufgegangen waren, auch das Wappenschild der Westendorfer mit dem schwarzen Ring im silbernem Schild und dem darüber stehenden Namen – Westendorfer.

Stiftete die Witwe Dorothea Westendorfer, die Mutter des Pfarrers von Sankt Jodok in Landshut, Caspar Westendorfer, am 1. April 1456 eine Messe auf den Johannesaltar in die Pfarrkirche Vilsbiburg und ebenso auf den Georgsaltar in der Sankt Katharinenkirche, der Vilsbiburger Spitalkirche neben dem oberen Stadttor, die so genannte »Westendorfermesse«, so machte ihr Sohn Caspar im Jahr 1476 eine großartige Stiftung, mit der Fundation des Spitales (= Bürgerheim/Altenheim) zum Heiligen Geist innerhalb des Marktes, neben dem oberen Stadtturm in Vilsbiburg, in dem sich heute ein Teil des Vilsbiburger Heimatmuseums befindet.

Pfarrer Caspar Westendorfers Mutter Dorothea ist eine geborene Rogler, was aus der Stiftungsurkunde der Vilsbiburger Westendorfermesse vom 1. April 1456 hervorgeht.

Immatrikuliert in Wien: Caspar Westendorfer hat die Universität in Wien besucht. Am 13. Oktober 1435 lässt er sich als Student einschreiben. Der Titel »Meister« und »Lizentiat«, sowie sein Sitz im herzoglichen Hofgericht deuten auf eine akademische Ausbildung im Kirchenrecht hin.

Bevor sich Westendorfer im Umkreis des Landshuter Herzogs aufhält, wird er zu den Spitzenmännern des Salzburger Erzbischofs gezählt. Er ist Generalvikar, Offizial, Assessor des Konsistoriums zu Salzburg und geistlicher Notar. Von ca. 1470 bis 1477 ist der Pfarrer von Sankt Jodok Caspar Westendorfer, als Beisitzer am herzoglichen Hofgericht und im Rat des Landshuter Herzogs bezeugt.

Die Urkunden des Pfarrarchivs von St. Jodok in Landshut sind für die Forschungen zu Caspar Westendorfer sehr aufschlussreich. Hier finden sich auch noch einige Urkunden des Thoman Westendorfer, dem Vater von Caspar Westendorfer. Teils sind an den alten Pergamenturkunden noch Wachssiegel angebracht. In einer am 28. Februar 1471 ausgestellten Urkunde ist er genannt als „…Würdigen und Hochgelehrten Herrn Maister Caspaer Westendorffer, Pfarrer bei St. Jobst in Landshut, Stifter und Lehensherr Kaiser Heinrichs- und St. Kunigundenaltars seiner Kirche.“

Caspar Westendorfer schreibt am St. Andreastag (25. November) 1477 sein Testament, ein weiteres am St. Katharinentag 1477.

Im Verkaufsbrief für den „Kirchherrn zu St. Jobst in Landshut und sein neu gestiftetes Spital in Vilsbiburg, Meister Caspar Westendorfer“ vom 9. April 1480, wird er mit diesem Datum das letzte Mal in den Urkunden genannt: - Über seine Grabstätte kann nur spekuliert werden. Während seines fruchtbaren Wirkens stiftete Caspar Westendorfer nicht nur das Heilig Geist-Spital in Vilsbiburg, sondern auch zwei Benefizien in die Kirche St. Jodok von Landshut.

Der Magister und Lizentiat Pfarrer Caspar Westendorfer war ein geborener Vilsbiburger. Er war das letzte Glied der Vilsbiburger Familienlinie. Letztendlich haben die Westendorfer bei allen ihren Stiftungswerken unverwechselbar ihr Wappen in Form eines Ringes hinterlassen, so auch im Gewölbe der Pfarrkirche Sankt Jodok in Landshut.

Peter Käser

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Das Grabmal des Johann Felix Cajetan Freiherr von Feury bei der Kirche Sankt Jodok in Landshut

Grabmal FeuryDas bayerische Adelsgeschlecht deren von Feury ist bis in die heutige Zeit noch präsent. Mancher erinnert sich noch an den bayerischen Bauernverbandspräsidenten Baron Otto von Feury, welcher 1998 auf dem Gutshof in Thaling bei Ebersberg verstorben ist. Seine Ahnen waren in höchsten Ämtern. Auch in Landshut besaßen die Feury´s einige Häuser. Sie heirateten in die Landshuter Bürgermeisterfamilie der Wämpl ein.

Beim südlichen Portaleingang zur Landshuter Pfarrkirche Sankt Jodok, befindet sich ein Marmorgrabmal, welches an den 1766 verstorbenen Regierungsrat von Landshut Johann Felix Cajetan Ferdinand Freiherr von Feury erinnert. Aber auch an der Außenwand der Stadtpfarrkirche St. Martin befand sich ein Feury-Grabmal, das heute in der Kanonikergruft eingelagert ist.
In der alten Seelenkapelle (Gruft) bei der Pfarrkirche Bonbruck (Gde. Bodenkirchen), befinden sich einige Feury-Epitaphe.
In der Untersuchung werden Namen, Sitze und Hofmarken deren von Feury genannt.
Aber es ist eben nur eine Teil-Untersuchung, des in Familienlinien verzweigten Hof- und Beamtenadels.

Der Schwerpunkt liegt in Landshut, Hilling und Bonbruck (Gde. Bodenkirchen). Genealogie und Wappenkunde runden die Forschung ab. Nach der Säkularisation 1803 und Bauernbefreiung 1848 tritt bei den Feury´s der Verkauf und Versteigerung der Güter ein. 1867 erhält das Schloß Bonbruck die dortige Schulgemeinde. Heute beherbergt der stattliche Schlossbau die Gemeindeverwaltung Bodenkirchen.

„Hochwohl geboren“ - Johann Felix Cajetan Ferdinand Freiherr von Feury, „Seiner kurfürstlichen Durchlaucht in Bayern Regierungsrat zu Landshut“ erhält zwei Jahre vor seinem Tod die Freiherrenwürde, und darf sich somit auch Baron nennen.

Sein Begräbnis hat Baron von Feury beim Eingang zur Pfarrkirche St. Jodok, – ein hochbarockes Rotmarmor-Grabmal mit Wappen, erinnert an ihn.

- Lebenserinnerungen in Stein gemeißelt -


©  Peter Käser, Zenelliring 43/Binabiburg, 84155 Bodenkirchen, November 2013

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Memoiren in Stein gemeißelt! - Das Leben der Katharina Daum auf einem Grabmal in der St. Jodokkirche

Grabmal Katharina Daum, VolutenaufsatzGleich beim südlichen Eingang zur Pfarrkirche Sankt Jodok in Landshut, am Pfeiler, befindet sich das schöne Renaissance-Grabdenkmal der 1544 verstorbenen Katharina Daum. Sie war eine reiche Braunauer Bürgerstochter. Vier Ehegatten hatte sie gehabt, drei im Ritterstande. Sie blieb ohne Nachkommen; das überschuldete Erbe traten ihre besten Freunde an.

Das Grabmal liest sich wie „Memoiren in Stein gemeißelt“. Sie beziehen sich nicht auf die adelige Ahnenprobe der Vorfahren und der eigenen Erfolgsgeschichte wie bei so vielen Grabsteinen. Hier geht es um Leben der Katharina Daum, in Stein gemeißelt: Ein Inschriftenteil, die Abstammung, die vier Ehegatten und in Medaillons die Stifter des Grabsteines, Stephan Trainer und seine Gattin Ursula Leitgeb.

Wurde bewusst das Portrait der Katharina Daum als Medaillon im oberen Volutenaufsatz vom Bildhauer gesetzt?
Es ist eine gute Arbeit die hier der Landshuter Steinmetz Sigmund Taubenpeck gemacht hat. Ein schönes Grabmal in St. Jodok, das einen Besuch wert ist.

Peter Käser

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Peter von Altenhaus, Truchsess Kaiser Maximilians
Sein Grabstein in St. Jodok gehört zu den eindrucksvollsten Ritter-Grabdenkmälern Landshuts

Grabmal AltenhausAn der inneren Westwand der Sankt Jodokkirche von Landshut befindet sich wohl das schönste Rittergrabmal Landshuts; ein bedeutendes Werk des Landshuter Bildhauers Stephan Rottaler.
Nicht weit von seinem Epitaph, am ersten Pfeiler beim Südeingang, ist auch das Grabmal seiner Gattin Katharina, geb. Daum, die nach dem Tode von Altenhaus, als vierten Ehegatten, den Eitl David von Knöring heiratete.

Der Ritter Peter von Altenhaus war Rat, Stallmeister und Truchseß Kaiser Maximilians I. Das Adelsgeschlecht der Altenhaus, oder vom Altenhaus, gehörte einem uralten angesehenen steiermärkischen Geschlecht an.

Als Herzog Wilhelms Pfleger von Natternberg bei Deggendorf, verstarb Peter von Altenhaus am 11. November 1513.

Auf dem mächtigen Rotmarmor-Epitaph ist der Ritter im Maximilians-Riefel-Harnisch, mit Rennfahne und Schwert dargestellt. Die ganze Gestalt zeigt das Idealbild eines Ritters: unerschrocken, forsch – ein selbstbewusstes Auftreten. Alles wurde vom Bildhauer Stephan Rottaler gut durchgearbeitet und durchdacht. Er hat auf dem Grabmal gut sichtbar, sein Steinmetz-Signum hinterlassen.

Peter Käser, März 2014

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Das Grabmal der ANNA VON PREYSING in der Stadtpfarrkirche Sankt Martin in Landshut

Grabmal der Anna von PreysingDie Nachforschungen zum Grabmal der Anna von Preysing führen unweigerlich zu weiteren Persönlichkeiten im Landshuter Umkreis:
Stephan Trainer, fürstlicher Rentmeister und Regierungsrat von Landshut, Hofkammerrat in München.
Dr. Augustin Paumgartner, fürstlicher Rat, Kanzler der Regierung in Landshut, und seinem großartig gearbeiteten Grabmal in St. Martin von Landshut.
Zu den Frieshamer, Leitgeb, Stäringer zu Kalling und natürlich dem Adelsgeschlecht der Preysing von Altenpreysing/Kronwinkl.

Nicht in der Preysinger Gruftkapelle in der Abteikirche des Klosters Seligenthal von Landshut wurde Anna von Preysing begraben, sondern in der Landshuter Stadtpfarrkirche St. Martin.

Der Landshuter Oberrichter Johann Albrecht von Preysing war Annas Gatte. Erst 37 Jahre alt war Anna, als ihr Gemahl 1587 verstarb. Sie heiratete nicht mehr, sondern widmete sich ausschließlich ihren vielen Kindern, und der Verwaltung ihrer Güter. Ein Jahr vor Annas Tod übergab sie am 8. August 1605 ihrem Sohn Johann Warmund von Preysing als »Schenkung unter Lebenden« die ganze, zum Teil schon von ihrer Mutter Sabina, geb. Trainer ererbte Herrschaft.

Die Familien-Linie der Preysing zu Moos führte der Sohn Johann Warmund v. Preysing zu Kronwinkl, Kammerer, Rat und Viztum zu Straubing, weiter.

In der Thomaskapelle von St. Martin in Landshut fand Anna von Preysing 1606 ihre letzte Ruhestätte.

Die große Rotmarmorplatte zeigt in einem Rollenwerk die Inschrift, darunter befinden sie die Ehewappen der Preysing und Trainer. Als ein Zeugnis Jahrhunderte langer Tradition, vermittelt auch dieses Denkmal in der Gegenwart eine geistige Botschaft der Vergangenheit: memento mori.

Peter Käser

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Fische an Herzog Georgs Tafel  -  Zur Fastenabstinenz am herzoglichen Hof in Landshut

Fastenabstinenz am herzoglichen Hof LandshutDie Ochsen kamen aus Ungarn, und aus dem herzoglichen Kasten nur das beste Mehl für das Brot. Weißes Roggen- und Semmelbrot waren der Renner. Je feiner und weißer das Brot war, desto höherwertiger und teurer war es. Hatte es nun einmal nicht die erlesene Güte, so wurde das Brot im Keller zerschnitten und als Almosen den armen Spitalbewohnern gegeben. Übrig gebliebene Speisen wurden als Almosen verteilt. Damit wurde nicht nur das christliche Gebot der Nächstenlieb erfüllt, sondern auch der Tugend des Adels, der teils verschwenderischen Freigiebigkeit entsprochen.

Die vorösterliche Fastenzeit wurde an der herzoglichen Tafel in Landshut strikt eingehalten. Wein und Bier wurden in diesem Zeitraum weiterhin konsumiert, an Speisen vor allem Getreide und Fisch. Ergänzt wurde das Speisenangebot an der Fastentafel durch Süßwasserfisch, der sehr kostspielig war, vor allem Hecht und Lachs.

Ein reger kontinentaler Ochsenhandel, vor allem aus Ungarn ging über Landshut, wobei Nürnberg und Regensburg Zwischenstationen auf den Handelswegen waren. Der Handel mit ungarischem Vieh hatte sich besonders seit der Zeit um etwa 1400 ausgebreitet. Nicht von ungefähr bekam mancher Altweg den Namen „Ochsenstrasse“.

Der Zollner von Biburg (= Vilsbiburg) verlangte seinen Zoll im Jahr 1583 von den „Venediger Gütern“, dies waren Samt, Seide, Pfeffer, Zucker und Tuch, aber auch die Salzmaut mit fünf Roß bis auf ein Säumroß.

Peter Käser

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Alte Grenzbeschreibungen

  • 990/1000: Die Grenzbeschreibung des Bistums Freising
  • 990/1000: Die Grenzbeschreibung der Pfarrei Hohenegglkofen
  • 1157: Die Grenzbereinigung des Bistums Freising

Lange Zeit, bevor 1180 die Wittelsbacher Herzöge das Land Bayern als Lehen erhalten haben, und bevor diese 1204 angefangen haben, Landshut als Stadt auf- und auszubauen, existiert von 990/1000 eine östliche Grenzbeschreibung des Bistums Freising und im gleichen Zeitraum auch eine Beschreibung der (Ur-)Pfarrei Hohenegglkofen.

Vor der Grenzbereinigung des Jahres 1157 war die Freisinger Bistumsgrenze südlich der Isar. Die Bistumsgrenze war die Hochstrasse, oder alte Römerstrasse, die zwischen Bruckberg und Altdorf, südlich der Isar verlief. Landshut und Geisenhausen waren vor 1157 im Bistum Regensburg.

 

Grenze 990-1000

 -  den Schweinbach entlang zur Isar und über die Isar zur Hochtrasse
 -  Freisinger Bistumsgrenze 990/1000


Bei der Grenzbereinigung 1157 wurde die Freisinger Bistumsgrenze an die Isar gezogen. Der Teil südlich der Isar kam zum Bistum Regensburg. Freising wurde entschädigt mit dem Regensburger Gebiet bei Geisenhausen, Johannes-/Stephansbergham und Diemannskirchen.

Seit 1157 ist die Isar bei Landshut Diözesangrenze, wodurch sich die spätere Stadt bis auf den heutigen Tag auf die zwei Diözesen Freising und Regensburg verteilt.

Peter Käser

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Geistliche Zeitgenossen der Reichen Herzöge von Niederbayern-Landshut  (1393-1503)

Reiche Herzoege und Geistlichkeit(680KB)
Der Stifter des Altares und der sieben Tafelbilder,  Abt Benedikt Egck vor der Ährenkleidmadonna.

Die Zeit der Reichen Herzöge von Niederbayern-Landshut umspannt der Zeitraum, vom Tode Herzog Friedrichs vom Jahr 1393 an, über Heinrich XVI. (1393-1450), Ludwig IX. (1450-1479) und Herzog Georg (1479-1503).

Die 11 Jahrzehnte der „Reichen Herzöge“ wurden begleitet von einer hochintelligenten Geistlichkeit, welche auch teils dem herzoglichen Ratsgremium angehörte.

 

  • CASPAR EBENHAUSER, Propst des Klosters Baumburg
  • CASPAR WESTENDORFER, Pfarrer von St. Jodok
  • ULRICH ROGLER, oberster Kaplan auf der Landshuter Burg
  • BENEDIKT EGCK, Abt des Klosters Mondsee
  • JOHANNES TEGERNBECK, Abt von St. Emmeram
  • SEBASTIAN HÄFELE, Abt des Klosters Ebersberg

 

Es ist offensichtlich, der Herzog brauchte gelehrte und erfahrene Männer um sich herum, deren Rat und Gutachten er in seinen Regierungsgeschäften achtete, - vor allem aber auch für die Ordnung der kirchlichen Angelegenheiten des Landes.

Der Vorteil der geistlichen Berater war, sie mussten nicht von der herzoglichen Hofkammer besoldet werden, denn sie lebten von ihren geistlichen Pfründen.

Peter Käser

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