Stadt und Landkreis Landshut - Brennpunkte der Geschichte. 

Über Jahrtausende war der heutige Landkreis Landshut eine der am dichtesten besiedelten Gegenden Mitteleuropas. Um 5600 v. Chr. wanderten die ersten Bauern ein, rodeten Siedlungsinseln in die Wälder und gründeten die ersten Dörfer. Aus allen Epochen, die seither ins Land gegangen sind, haben die Forscher großartige Funde geborgen und faszinierende Entdeckungen gemacht.

Nachstehend Grundsätzliches zu Feldbegehungen, Betretungsrecht und dem Einsatz von Sonden


Feldbegehungen

Eine wichtige Quelle für archäologische Erkenntnisse sind Zufallsfunde und Feldbegehungen. Bei Feldbegehungen werden systematisch auf gepflügten Äckern, aus Maulwurfshügeln, im Grünland und aus den Wurzelstöcken umgestürzter Bäume Funde aufgesammelt, die an der Oberfläche liegen.
Das Graben nach vermuteten Funden ist nicht erlaubt und strafbar.
Dies gilt auch dann, wenn man mit einer Metallsonde eine Fundstelle ortet! 


Betretungsrecht

Das Betretungsrecht ist bundesrahmenrechtlich im Bundesnaturschutzgesetz sowie im Bayerischen Naturschutzgesetz geregelt. Im Sinne des Gemeingebrauchs ist grundsätzlich das freie Betreten von allen Teilen der freien Natur (Privatwege, Feld und Flur sowie Wald) „zum Zwecke der Erholung“ erlaubt.

Es versteht sich von selbst, dass jedermann verpflichtet ist, mit Natur und Landschaft pfleglich umzugehen. Feldbegehungen müssen verantwortungsbewusst und dürfen nur außerhalb der Vegetationszeit durchgeführt werden.

Informationen zum Einsatz von Metallsonden

Mit der Novellierung des Bayer. Denkmalschutzgesetzes (BayDSchG) zum 01.07.2023 ist der Einsatz von Metallsonden neu geregelt worden. Verstöße gegen diese Bestimmungen werden als Ordnungswidrigkeit mit Geldbußen bis zu 5.000.000 € geahndet (Art. 21 BayDSchG).
1. Auf in der Denkmalliste nach Art. 2 Abs. 1 BayDSchG verzeichneten Bodendenkmälern ist der Einsatz technischer Ortungsgeräte, die geeignet sind, Denkmäler im Erdreich aufzufinden, verboten. Eine Erlaubnis kann nur für berechtigte berufliche Zwecke erteilt werden (Art. 7 Abs. 6 BayDSchG). Die Suche nach Bodendenkmälern im Selbstzweck ist kein berechtigtes berufliches Interesse.
2. Die nach Art. 2 Abs. 1 BayDSchG eingetragenen Bodendenkmäler können über den öffentlich im Internet zugänglichen Bayerischen Denkmalatlas (https://geoportal.bayern.de/denkmalatlas/) eingesehen werden.
3. Außerhalb von derzeit bekannten Bodendenkmälern sind die Suche mit einer Metallsonde sowie die anschließenden Erdarbeiten nach den Vorgaben des Denkmalschutzgesetzes nicht erlaubnispflichtig.
3.1. Alle dabei neu aufgefundenen Bodendenkmäler unterliegen der Meldepflicht an die Untere Denkmalschutzbehörde oder das Bayerische Landesamt für Denkmalpflege, unabhängig davon, ob es sich um bewegliche oder unbewegliche Objekte handelt (Art. 8 Abs. 1 BayDSchG). Die Meldung muss unverzüglich (d. h. möglichst am gleichen Tag) erfolgen (Art. 8 Abs. 1 BayDSchG).
3.2. Die aufgefundenen Gegenstände und der Fundort sind bis zum Ablauf von einer Woche nach der Anzeige unverändert zu belassen, wenn nicht die Untere Denkmalschutzbehörde die Gegenstände vorher freigibt oder die Fortsetzung der Arbeiten gestattet (Art. 8 Abs. 2 BayDSchG).
3.3. Das selbstständige Bergen von Funden aus neu entdeckten Bodendenkmälern stellt eine Ordnungswidrigkeit dar (Art. 21 Abs. 1 (5) BayDSchG).
Fundeigentum
Bewegliche Bodendenkmäler oder Teile davon werden mit ihrer Entdeckung Eigentum des Freistaates Bayern. Sie sind unverzüglich (d.h. möglichst am gleichen Tag) dem Landesamt für Denkmalpflege zu übergeben (vgl. Art. 9 BayDSchG).

Zustimmung des Grundeigentümers

Aus privatrechtlichen Gründen ist ein Einverständnis des Grundeigentümers erforderlich. 

Weiteres

Sollten Sie eine noch exaktere Auskunft zu der aufgeführten Thematik benötigen, dann empfehlen wir Ihnen die Homepage des Landesamtes für Denkmalschutz unter ww.blfd.bayern.de.
Ansonsten setzen Sie sich bitte mit uns in Verbindung.
Wir helfen Ihnen gerne, denn jeder Fund kann wichtig sein! 

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