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Archiv für das Vereinsjahr 2019
Für ausführliche Berichte bitte die blaue Schrift anklicken.

01.01. Neujahrswanderung
           Von Rittern, Römern und Kelten



08.03. Jahreshauptversammlung:
           Im Anschluß berichtet die Stadtarchäologin Frau Dr. Isabella Denk über die                    Grabungen in Landshut in den letzten beiden Jahren.


Aktueller Forschungsstand aus archäologischer Sicht 
Die Frage der Herkunft der Bajuwaren wird in den letzten Jahren wieder intensiv diskutiert. Dabei gerieten manche vermeintliche Gewissheiten, wie zum Beispiel die Theorie einer Einwanderung einer „Gruppe Friedenhain-Prestovice“ aus Böhmen nach Bayern während des 5. Jahrhunderts, ins Wanken. Der Vortrag erläutert die aktuelle Diskussion und bilanziert den momentanen Diskussionsstand aus archäologischer Sicht. Abschließend zeigt er Perspektiven auf, wie man sich heute die Anfänge der Bajuwaren plausibel vorstellen kann.

10.05. Referent Gerald Huber

Spiele der Macht
Das kurze Leben Konradins, des letzten Staufers
Vortrag von Gerald Huber
Mittelalter hat Konjunktur, die Staufer sind ein Mythos und Konradin der letzte Staufer ist bis heute lebendig. In dem unterhaltsamen Vortrag geht es um mehr als das kurze, nur 16jährige Leben Corradinos, das 1252 auf Burg Wolfstein bei Landshut begonnen und 1268 in Neapel unter dem Henkerschwert geendet hat.
Es geht um die pittoreske Zeit des 13. Jahrhunderts, kleine und welthistorisch große Entwicklungen, die eng verwoben sind mit der Geschichte Landshuts, Bayerns, Deutschlands und Italiens; eine Zeit, die sich spiegelt in den Ränken und Machtspielen rund um den Königssohn und Kaiserenkel Konradin. Es geht um einen rauschhaft umjubelten Italienzug mit apokalyptischem Ausgang und romanhaftem Ende. Und es geht um ein tragisches, symbolhaft wirkendes Fürstenschicksal, das viele Jahrhunderte in höchst unterschiedlicher Weise bewegt hat.
Gerald Huber, bekannter BR-Journalist und Münchner Turmschreiber hat zum 750. Todesjahr Konradins eine aktuelle Biographie des letzten Staufers veröffentlicht und webt ein farbenprächtiges Bild der Zeit des 13. Jahrhunderts.


14.06.2019 Referenten: Siegfried Ramsauer und Thomas Richter

Bilder und Sequenzen mit dem Kopter aufgenommen. 
Referenten: Unsere Vereinsmitglieder Siegfried Ramsauer und Dr. Thomas Richter

13.09.2019 Referent:  Dr. Zuber Kreisarchäologie Kelheim
 
Enttäuschte Erwartungen ? – Spannende Funde!
Ausgrabungen im Gewerbegebiet Bad Abbach-Lengfeld

Die Erweiterung eines Gewerbegebietes im Bad Abbacher Gemeindeteil Lengfeld machte archäologische Rettungsgrabungen zur Sicherung von Bodendenkmälern nötig. Bereits 1978 waren in unmittelbarer Nähe Teile einer Siedlung der Linienbandkeramik, der ältesten bäuerlichen Kultur Süddeutschlands, aus dem späten 6. Jahrtausend v. Chr. mit einem über 40 m langen Gebäude ausgegraben worden.
Die zu Beginn der Ausgrabungen bestehende Hoffnung der Kreisarchäologie Kelheim, weitere Bereiche dieser Siedlung aufzudecken, erfüllte sich nicht. Man traf stattdessen vorwiegend auf Siedlungsspuren der älteren Eisenzeit (7./6.Jh. v. Chr.) und der römischen Kaiserzeit (2./3.Jh. n. Chr.). Völlig überraschend konnte aber erstmals im Landkreis Kelheim ein kleiner Friedhof der Linienbandkeramik ausgegraben werden. Die sorgfältig dokumentierten Grabfunde zeigen vielfach typische Züge des zeitgenössischen Bestattungsbrauchtums. Es gibt aber auch einige Besonderheiten, die dem Bestattungsplatz ein unverwechselbares Eigengepräge verleihen.
Der Vortrag soll über die ersten Ergebnisse der Ausgrabung im Rahmen der Besiedlungsgeschichte der Region informieren und wird besonders auf die ungewöhnlichen Grabfunde eingehen.


Referent: Kreisarchäologe Dr. Thomas Richter Freitag den 11.10.2019
Auf der Suche nach Germanien – Archäologie im Dritten Reich“

Der Vortrag beschäftigt sich, ausgehend von der Frage ob es „die Germanen“ jemals gegeben hat, mit der archäologischen Forschung während des Dritten Reiches. Er geht der Frage nach, wie die ältere Geschichte im Dritten Reich vermittelt wurde und welche Bedeutung dem Fach beim Beleg der Nationalsozialistischen Ideologie und ihrer Verbreitung zugemessen wurde. Dabei stellt sich im Besonderen die spannende Frage, in wieweit Forschung und Forscher eine Zusammenarbeit gesucht haben, um von ihr zu profitieren.

Referent: Prof. Dr. Thomas Fischer Freitag 08.11.2019
Regensburg zur Römerzeit – von Roms nördlichster Garnison an der Donau zur ersten bairischen Hauptstadt 


Regensburg war der wichtigste römische Militärplatz an der Donaugrenze in Bayern. Mehr als 20 Jahre nach dem Erscheinen des letzten Buches über das römische Regensburg erschien im Herbst 2018 ein neues zusammenfassendes Werk über dieses Thema (Regensburg zur Römerzeit – von Roms nördlichster Garnison an der Donau zur ersten bairischen Hauptstadt, von Karlheinz Dietz und Thomas Fischer, Regensburg 2018). Buch und Vortrag behandeln den wesentlich verbesserten aktuellen Forschungsstand zum römischen und frühmittelalterlichen Regensburg, der vor allem den planmäßigen Rettungsgrabungen der staatlichen und städtischen Denkmalpflege zu verdanken ist. Zu den Neuigkeiten gehören der Nachweis eines zweiten Kastells an der Donau aus der Zeit vor dem Legionslager (gegründet 179 n. Chr.). Damit kann hier eine ähnlich außergewöhnliche bei der Grenzsicherung Situation nachgewiesen werden, wie sie schon für Straubing belegt ist. Ferner ergab sich überraschend, dass das Legionslager und die zugehörige Zivilsiedlung in ihrer Blütezeit um 200 n. Chr. größer waren, als Regensburg im Mittelalter und in der frühen Neuzeit. Neue Entdeckungen im Großen Gräberfeld mit über Tausend neuen Bestattungen haben eine kontinuierliche Belegung der Nekropole vom 2. bis in das 7. Jahrhundert n. Chr. bewiesen und so nachdrücklich belegt, dass Regensburg als bedeutender Zentralort ohne Unterbrechung von der Römerzeit bis in das Frühe Mittelalter existiert hat, als die Stadt Hauptstadt des bajuwarischen Stammesherzogtums war.


Referenten Amirah Adaileh und Dr. Christian Priller Freitag den 13.12.2019

Gemeinsame Veranstaltung mit dem Heimatverein Altdorf.
Gäste sind herzlich willkommen:
Fundreich und rätselhaft: 


Einblicke in die Ausgrabung einer jungsteinzeitlichen Siedlung in Altdorf
In den vergangenen vier Jahren wurden die Reste einer jungsteinzeitlichen Siedlung in Altdorf ausgegraben. Die Grabungsergebnisse liefern spannende Einblicke in das Leben der Altdorfer zwischen etwa 4900 und 3800 v. Chr., einer Zeit die von einem tiefgreifenden kulturellen Wandel geprägt ist. Neben einigen spektakulären Funden, wie der Entdeckung eines der ältesten Kupferschmuckstücke Süddeutschlands, Importkeramik aus Ungarn oder einer Perlenmanufaktur innerhalb der Siedlung, geben einige der Grabungsfunde noch immer Rätsel auf. Dazu zählt unter anderem auch die Bestattung vierer etwa 18-jähriger Mädchen, die innerhalb des Siedlungsareals entdeckt werden konnte. Der Grabungsleiter Dr. Christian Piller und die Altdorfer Museumsleiterin Amira Adaileh präsentieren die spannenden Ergebnisse der vergangenen Grabungskampagnen und der sich daran anschließenden wissenschaftlichen Untersuchungen.
Das Bild links zeigt interessante Funde der Ausgrabung.

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Archiv für das Vereinsjahr 2020

Vereinsabend am Freitag  10.01.2020 

Referent der Luftbildarchäologe Klaus Leidorf 
Die Methoden und Techniken, die der Luftbildarchäologie zugrunde liegen, entwickeln sich rasant. Digitalfotografie, Rechner basierte Luftbildmessung, GIS, LIDAR/airborne Laserscanning und 3D-Technologie, um nur einige Beispiele zu nennen, finden ihre Anwendung in der Archäologie. Anhand von praktischen Beispielen auch aus dem Arbeitsgebiet von ARLAN in Bayern soll die Arbeitsweise der Luftbildarchäologie in verschiedenen Natur- und Kulturlandschaften vorgestellt werden.

Anbei auch ein Bildbeispiel aus Tiefenbach-Unterbachham von einer keltischen Viereckschanze, die im August 2018 in einem Maisfeld aus der Luft zu erkennen war.  


Vereinsabend am Freitag 14.02.2020

Sag mir wo die Kinder sind… - Untersuchungen zu den Kindern der Kelten 
Referentin: Kreisarchäologin Delia Hurka M.A. 
Heute ist der Begriff “Kind” fast untrennbar mit Spielen und ganzen Kinderzimmern voll Spielzeug verbunden. Doch wie sah eine Kindheit bei den Kelten oder anderen vorgeschichtlichen Kulturen aus? Obwohl diese Altersgruppe einen Großteil der Bevölkerung ausmachte, wissen wir heute nur wenig über ihr Leben und ihre Stellung innerhalb der Erwachsenenwelt. Dabei sicherten sie als elementare Bestandteile den Fortbestand der Gesellschaft. 
Die Schwierigkeiten liegen oft in der eindeutigen Zuweisung von Gegenständen als „für oder von Kindern gemacht“. Die Frage „Kultobjekt oder Kinderspielzeug?“ tritt dabei regelmäßig auf. 
Unter der Annahme, dass sich verschiedene Faktoren, wie der gesellschaftliche Rang, die wirtschaftliche Position, das Geschlecht oder auch das Alter in der Art und Weise einer Bestattung niederschlagen, können hier gezielte Untersuchungen zur Stellung des Kindes im Bereich der Latènekultur ansetzen. 
Wie also lebten die Kinder und, leider auch, wie starben sie? Wurden sie in den Arbeitsalltag eingebunden? Welche Gegenstände lassen sich mit der Kindheit verbinden? Schlägt sich ein eventueller altersbezogener Wechsel der sozialen Rollen im Befund nieder und können wir emotionale Bindungen anhand er materiellen Hinterlassenschaften im Boden fassen? 


Bedingt durch Corona mussten die Vereinsabend bis September 2020 entfallen.

Am 04.09.2020  wurde die Jahreshauptversammlung nachgeholt.
Es erfolgte die einstimmige Entlastung der Vorstandschaft.
Bei den anschließenden Neuwahlen wurde: 
  Peter Geldner als 1. Vorsitzender  
  Maria Neudecker als. 2. Vorstizende
  Siegfried Ramsauer als Schriftführer
  Dr. Thomas Richter als Kassier
sowie die Beiräte:
Böhm Helmut, Böker Rolf, Forster Rupert, Franz Andreas, Lechner Vitus, Pawlik Manfred, Reiter Otmar, Stein Christoph, Wimmer Rupert, Zawadzki Sabine.
neu gewählt.
Weitere geplante Vereinsabende mussten wegen Corona entfallen.

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Archiv für das Vereinsjahr 2021

09.07.2021

Erst am 09.07.2021 war es wieder möglich, einen Vereinsabend
abzuhalten.
Aus Coronaschutzgründen war die Teilnehmerzahl begrenzt,
da ein Mindestabstand zwischen den Teilnehmern von 1,50 m
einzuhalten war. Außerdem durfte der Vereinsabend nur für
angemeldete Mitglieder durchgeführt werden.

Referent des Abends war Dr. Thomas Richter.
Er gab einen Überblick über die intensive Grabungstätigkeit der
Kreisarchäologie.
Schwerpunkt war die Ausgrabung auf dem Gelände für den
Neubau des Landratsamtes.
Eine sehr umfangreiche Grabung mit geradezu überraschenden
Funden von der Bronzezeit bis zum frühen Mittelalter, darunter
Früh- und Spätbronzeitliche Gräber und ein Herrenhof der Hallstattzeit
(Foto zeigt Grundriss des Herrenhofes).

02.08.2021 
Jahreshauptversammlung
Einstimmige Entlastung der Vorstandschaft 

10.09.2021
Referent Peter Geldner
Spurensuche nach der römischen Militärstraße vom Brenner bis Regensburg.
Diesmal ging es um den Bereich von Pons Aeni (bei Rosenheim) bis Jovisura/
ad Isaram, vermutet im heutigen Gebiet von Landshut.

08.10.2021
Referentin Frau Dr. Anja Pütz
Archäologin und Museumsleiterin von Aschheim.

Ein zentraler Ort: Aschheim im frühen Mittelalter
Heute wirkt die Gegend im Nordosten der Landeshauptstadt München unscheinbar, etwas verkehrsüberlastet und landschaftlich eher mäßig interessant. Ohne Hintergrund würde man hier wohl kaum einen wichtigen Zentralort der Frühgeschichte Bayerns erwarten. Doch blicken wir etwa 1400 Jahre zurück nimmt hier eine Entwicklung ihren Anfang, die bedingt durch die naturräumliche und verkehrstechnische Lage sowie die politische Konstellation der Zeit einen wichtigen Baustein altbayerischer Geschichte darstellt. Aufgrund der großen Flächengrabungen in Aschheim können wir inzwischen die frühmittelalterliche Siedlung, dazugehörige Gräberfelder und eine Kirche fassen. Im Vortrag werden bisher vorliegende archäologische Ergebnisse und die Überlieferung der historischen Quellen in Beziehung gesetzt und somit ein Bild der Entwicklungen skizziert.


Hofgeschichten

Der Haus- oder Hofname bleibt, auch wenn der Besitzer wechselt!

Im Bereich des mittelalterlichen Adels, später auch in bäuerlich geprägten Siedlungen bezog und bezieht sich der Name nicht nur konkret auf die Wohnstätte, sondern als Hausname oder Hofname auf das gesamte Anwesen („Hof und Scholle“) und wurde so als zusätzlicher oder auch ausschließlicher Name für die bewirtschaftende Familie gebraucht.


Eine ausführliche Abhandlung über die Begriffsdefinition der Hofgrößen in Bayern hat Ihnen Josef Geltl zusammengestellt, bitte hier anklicken.

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Werner Hübner
Gründungs- und Ehrenmitglied 



In Erinnerung an Werner Hübner
Werner Hübner ist am 1.6.2013 verstorben. Wir haben mit ihm einen Freund und unser Gründungs- und Ehrenmitglied verloren. Er hat unseren Verein entscheiden mit initiert und uns an seinen von der Wissenschaft anerkannten Erkenntnissen über das Werden unserer Region teilhaben lassen.


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Dr. Bernd Engelhardt
Leiter des Landesdenkmalamtes Regensburg
Beiratsmitglied

Dr. Bernd Engelhardt ist am 18.05.2017 verstorben.
Wir bedanken uns bei ihm für seine fachliche Unterstützung
und die großartigen Kontakte die er uns vermittelt und damit
unseren Verein ganz wesentlich mit geprägt hat. Wir haben mit 
ihm einen Freund und Unterstützer verloren.


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Nachruf:
Plötzlich und unerwartet ist unser 2. Vorsitzender  Hans Jell verstorben. 

Hans war seit 2008 aktives Mitglied in unserem Verein, zunächst als Beirat und seit 2017 als 2. Vorsitzender.

Gerne denken wir an seine zahlreichen Vorträge, die stets ein Höhepunkt in unserem jährlichen Vereinsleben waren. Im Dezember 2018 berichtete er über „Neue Forschung zur ländlichen Besiedlung in Nordwest-Noricum“. Mit seinem Vortrag die „Reichsherrschaft von Fraunhofen“, den er bereits 2010 hielt, zeigte er uns wie breit sein Interesse an der Erforschung unserer Heimat war und wie er mit seiner akribischen Arbeit im Archiv eine Verknüpfung zwischen geschriebenen Hinterlassenschaften und der Archäologie herstellen konnte.
Sein besonderes Interesse galt der Erforschung von Altstraßen, die er immer im Zusammenhang mit der Entwicklung unserer Region sah. Auch in diesem Jahr begleitete er einige Mitglieder unseres Vereins, bei einer kleinen Exkursion in den Raum zwischen Haag und Rosenheim, den er auf der Suche nach der römischen Militärstraße über viele Jahre besonders intensiv untersuchte. Er zeigte uns dabei Spuren von Altstraßen, Spuren, die man durchaus in Verbindung mit dieser römischen Trasse sehen kann. In den Vorstand- und Beiratssitzungen hatte er immer eine klare Vorstellung zu Besprechungspunkten, die häufig zu längeren Diskussionen führten, deren Lösungen er dann mit geradezu salomonischen Bemerkungen zu klären verstand.
Wir haben mit ihm einen großartigen Menschen und Freund verloren und sind dankbar, dass er unseren Lebensweg über viele Jahre begleitete

In Verbundenheit
von Vorstand und Beirat
ArLan

Sein Vortrag zum nachlesen: Die Reichsherrschaft Fraunhofen

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Liebe Vereinsmitglieder,

unser langjähriges, engagiertes Vereinsmitglied Herr Prof. Otto Bauer ist leider verstorben.

Otto Bauer ist bereits kurz nach der Gründung unserem Verein beigetreten.

Als Professor für freies Zeichnen, Entwerfen und Gebäudelehre war er über 25 Jahre an der Hochschule in München tätig. Mit seiner fachlichen Kenntnis leistete er einen wesentlichen Beitrag,  um die  Entwicklung des Holzbaues von den prähistorischen Anfängen bis zur frühen Neuzeit besser nachvollziehen zu können. Dabei zeigte er energisch auf, dass manche gefestigte Meinung, gerade über den frühen Holzbau, neu überdacht werden muss.

Er unternahm viele Reisen im In- und Ausland und veröffentlichte seine dabei gewonnenen Erfahrungen in zahlreichen Büchern. Gerne denken wir an seine interessanten Vorträge, die er im Verein gehalten hat.

Wir haben mit ihm einen großartigen Menschen und Freund verloren, dessen Spuren in unserem Verein erhalten bleiben.

In stiller Verbundenheit 

Vorstand und Beirat

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Gedenken an Siegfried Ramsauer


Der Verein für Archäologie Stadt und Landkreis Landshut trauert um
Siegfried Ramsauer.

Er war Gründungsmitglied und im Vorstand über 17 Jahr als Schriftführer
aktiv. Mit seinen vielen wertvollen Beiträgen, vor allem mit seinen Filmen, 
welche er mit seinem Copter aufgenommen hatte, leistete er viel für unseren Verein und ließ uns dadurch seine große Liebe zur Heimat spüren. 

Wir werden ihm ein ehrendes Gedenken bewahren.

Die Vorstandschaft Juni 2022

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Otmar Reiter

Otmar Reiter, ArLan Gründungsmitglied und seit 2005 Beirat unseres Vereins ist am 8. April 2024 verstorben. 
Neben seinen Reisen in den vorderen Orient, Türkei und Ägypten, an denen er uns mit Begeisterung teilhaben ließ, engagierte er sich in der historischen und archäologischen Erforschung seiner Heimat Niederaichbach und Umgebung.
Mit ihm verliert unser Verein einen überaus aufgeschlossenen und sehr engagierten Vereinskollegen. Er wird eine große Lücke hinterlassen.  

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Archiv für das Vereinsjahr 2022

09.04.2022

Jahreshauptversammlung für das Vereinsjahr 2021
Bericht des Vorstandes
Bericht des Kassiers
Einstimmige Entlastung von Vorstand und Beirat
Bekanntagabe, dass die Vorstandschaft für die Neuwahlen 2023
nicht mehr zur Verfügung steht.

Im Anschluss an die JHV berichtet Geldner über den 
Stand des Projektes "Straßburg".


 13. Mai 2022


Julia Maier M.A.,

Projektmanagerin Interpretation Framework, berichtet über neueste Entwicklung dieses Projekts.

Vortragsthema: „Mit Schaufel und Smartphone:
Archäologie und Geschichtsvermittlung im Zeitalter der Digitalisierung.“ 



Der Landkreis Landshut bietet eine wahre Fundgrube an Bodendenkmälern und Zeugnissen frühester menschlicher Spuren. Schaufel und Stift reichen modernen Archäologen schon längst nicht mehr zur Erschließung, Dokumentation und Auswertung der Ausgrabungen. Digitale Techniken und Methoden sind gefragt: sowohl in der Forschung, als auch in der Vermittlung des Wissens über die Vergangenheit. Am Beispiel der im Landkreis Landshut geplanten „Time Trails. Pfade durch die Zeit im Isar-, Vils- und Laabertal“ und ähnlicher Projekte werden mögliche digitale Szenarien vorgestellt.


10.06.2022

Dr. Ralph Hempelmann
Gebietsreferent Bodendenkmalpflege
Referat Niederbayern/Oberpfalz
Der Vortrag wird die Topographie vorgeschichtlicher Grabhügel in Niederbayern behandeln. Seit 1983, als J. Pätzold eine erste Zusammenstellung der Bodendenkmäler in Niederbayern veröffentlichte, ist die Zahl der bekannten Fundorte mit Grabhügeln gewaltig angestiegen. Es besteht daher nun die Aussicht aufgrund der schieren Quantität Aussagen zur Regelhaftigkeit der Topographie treffen zu können. Neben einer allgemeinen Untersuchung zum Vorkommen von Grabhügeln in Niederbayern wird sich der Vortrag vor allem mit der Verbreitung mittelbronzezeitlicher und hallstattzeitlicher Grabhügel in zwei Mikroregionen beschäftigen: Dem Mündungsgebiet der Vils und dem Isartal bei Landshut.


08.07. 2022
Stammtisch mit lebhafter stammtischtypischer Diskussion
Von der Archäologie bis zu den heutigen Problemen.

Einen breiten Raum nahm die Diskussion über die Einführung eines Schatzregals in Bayern ein. Dies bedeutet, dass archäologische Funde sofort gemeldet werden müssen und in das Eigentum des Staates, gegen Entschädigung, übergehen.

Die meisten Sondengänger zerstören die Spuren unserer Vorfahren, welche immer
weniger in den Feldern zu finden sind und denken dabei nicht daran, wie wertvoll ihre Funde  für die Allgemeinheit sind.

Das geschichtsbewusste Bayern ist im Moment das letzte Land in Deutschland, welches Gier vor Gemeinnutz stellt!

Wir hoffen die bayerische Staatregierung stellt sich ihrer Verantwortung.

Wer Funde nicht meldet mach sich  s t r a f b a r !

12.08.2022

Besuch des  Geschichtsbodens in Vatersdorf. 
Führung durch Hans Schneider:
Ein sehr interessannter Besuch des Geschichtsbodens in Vatersdorf.
Die sachkundige Führung durch Hans Schneider war ein Erlebnis.
Hans Schneider verfügt über ein ungeheueres Wissen und eine großartige
Sammlung von Gegenständen aus der Region um Buch am Erlbach.
Das Museum selbst ist mit den neuesten technischen Möglichkeiten ausgestattet,
mit denen sich die reichhaltige Sammlung von Hans Schneider nachvollziehen lässt.
Der Besuch war großartige, so dass wir ihn wiederholen werden.


09.09.2022

Referten Dr. Steidl
Archäologische Staatssammlung in München als 
Referenten gewinnen. 

Einige Aspekte zu den Römerstraßen in Raetien
Das hoch entwickelte Kunststraßennetz gehört zu den größten und bis heute bewunderten Leistungen des Imperium Romanum. Die Erforschung der Streckenführungen im Gelände begann im Bayern schon in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts. Auch wenn die wichtigsten Verbindungen inzwischen bekannt sind, birgt die fortschreitende Forschung noch immer zahlreiche Überraschungen.
Der Vortrag thematisiert das Erscheinungsbild und den Ausbaugrad der Straßen, die Einrichtungen der straßenbegleitenden Infrastruktur und die antiken Hilfsmittel zur Orientierung wie Meilensteine, Karten und Streckenverzeichnisse. Im Überblick werden die wichtigsten Ausgrabungsergebnisse der vergangenen Jahre in Bayern vorgestellt. Ein Fokus ist mit Blick auf das lokale Interesse speziell auch auf die Situation im Isartal gerichtet.


Vereinsabend am Freitag 14.10.2022
Referent Dr. Thomas Richter
Aktuelle Grabungen im Landkreis Landshut
Mit dem beginnenden Herbst neigt sich auch die Grabungssaison des Jahres 2022 langsam ihrem Ende zu. Im Laufe des Jahres fanden wieder in zahlreichen Gemeinden des Landkreises archäologische Ausgrabungen statt. In Furth und Gerzen wurden jungsteinzeitliche Siedlungen erforscht, in Ergolding konnte die große Grabung in dem 4.800 Jahre alten Dorf in Spitzlberg abgeschlossen werden und erst vor wenigen Wochen tauchte in Bayerbach b. Ergoldsbach ein frühmittelalterlicher Friedhof auf. Diese und weitere Grabungen des Jahres 2022 werden im Rahmen des Vortrags vorgestellt.


Vereinsabend am Freitag 11.11.2022  Dr. Christian Later 
"Herzogshof - Eine archäologische Spurensuche nach Orten herzoglicher Herrschaft im frühmittelalterlichen Bayern".
Zusammenfassung:
Das römische Legionslager Regensburg war spätestens seit der Zeit Herzog Theodos um 700 der Hauptort des bajuwarischen Herzogtums. Daneben spielten aber auch Freising, Salzburg und Passau als Pfalzen eine wichtige Rolle in der Herrschaftsausübung. Doch wie sahen diese Orte im 7. und 8. Jahrhundert aus und was prädestinierte sie zu herzoglichen Machtzentren? Zusätzlich wurde die unmittelbare Herrschaft auch an ländlich strukturierten Plätzen (villae publicae) wie z. B. Aschheim, Dingolfing oder Altötting auf Synoden und Gerichtstagen ausgeübt. Aber wodurch unterschieden sich diese urkundlich überlieferten öffentlichen Orte und Herzogshöfe von anderen zeitgleichen Siedlungen? Gab es bestimmte Voraussetzungen, die erfüllt sein mussten, um Ort herzoglicher Herrschaft zu werden und wenn ja, lassen sich diese archäologisch nachweisen? Davon ausgehend, dass zur Versammlung und Versorgung des herzoglichen Hofes und seiner Gäste neben einer kirchlichen auch eine umfangreiche weltliche Architektur mit differenzierten Baulichkeiten vorhanden gewesen sein muss, begibt sich der Vortrag auf eine Spurensuche nach Orten herzoglicher Herrschaftsausübung im städtischen und ländlichen Raum. Er schlägt zeitlich einen Bogen von den Anfängen Bayerns unter Herzog Garibald um 550 bis zur Absetzung des letzten Agilolfingers Tassilo III. im Jahr 788 und beleuchtet neben Altbekanntem auch neue Grabungsbefunde, die manches in einem anderen Licht erscheinen lassen.


Vereinsabend am 09.12.2022  Bernhard Zirngibl
"Nur Wölfe im Wald?
Ein Überblick über die vorgeschichtliche Nutzung des ostbayerischen Grenzgebirges im Vergleich zu den Lösslandschaften Niederbayerns
Zusammenfassung:
Die zeitlichen Schwerpunkte der Siedlungstätigkeit in den unterschiedlichen topographischen Einheiten des ostbayerischen Grenzgebirges divergieren grundlegend von jenen der großen niederbayerischen Flusstäler mit säumendem Hügelland. In diesem Vortrag sollen die wichtigsten fundstatistischen Unterschiede der beiden Landschaften herausgearbeitet werden. Zusammenfassend lassen sich kaum gleichläufige Vorgänge feststellen. Wirken diese prähistorischen Muster bis heute noch nach?

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Archiv für das Vereinsjahr 2023

12.01.2023

Peter Geldner berichtet in einem Vortrag über den  Stand seiner Spurensuche nach der im Jahr 170 n. Chr. erbauten vom Pons Aeni in das Legionslager Castra in Regensburg führenden römischen Militärstraße.

Dabei spielt die Straßburg bei Landshut, nach seiner Auffassung, eine Schlüsselrolle in deren Region auch die im Itinerarium Antonini benannte Straßenstation Jovisura verortet werden kann.

Ein Fixpunkt für die gesuchte Straßenführung ist die im Jahr 2000 von Prof. Dr. Bender in Ohu bei Landshut nachgewiesene von Norden nach Süden weisende  römische Straßentrasse, welche in Richtung der Straßburg Frauenberg weist.

Keramikscherben, gefunden auf dem Gelände der Straßburg, werden bis in das  8. Jh. zurückdatiert. Die Straßburg wie auch die unmittelbar oberhalb liegende Ortschaft Frauenberg gehören auch heute noch zum Hochstift Regensburg. Vor der Kirche von Frauenberg befindet sich ein Altarstein der in Verbindung mit dem im Jahr 718 verstorbenen Hl. Erhard steht. Es ist überliefert, dass er öfters in Frauenberg weilte und in diesem Gebiet missionarisch tätig war. 
Damit wird ein Zusammenhang von Frauenberg und der Straßburg deutlich.

Wenige römische Fundstücke, entdeckt durch einen Sondengänger, auf dem Hauptfeld der Straßburg, sind neben ihrem Namen "Burg an der Straß" eine weitere Spur für den in diesem Bereich möglichen Verlauf der gesuchten röm. Militärstraße. 

Über das in diesem Zusammenhang stehende "Projekt Straßburg",
erfolgt ein gesonderter Bericht.

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