Aus der Landshuter Zeitung kennen Sie sicher die unter der Leitung Landschaftsarchitekt Helmut Wartner mit viel Liebe gestalteten Berichte "Naturschmankerl". Wir halten diese großartige Serie für so wichtig, dass wir mit Herrn Wartner vereinbarten, diese Appetitmacher auch für die Naturdenkmäler unserer Heimatgeschichte Landshut auf unsere Homepage zu übernehmen.
Der Schutz von Boden- und Naturdenkmälern ist ein Anliegen unseres Vereins und wir freuen uns, dass der
Landshuter Höhenwanderweg, zu dessen Entstehung wir den Anstoß gegeben haben, so gut angenommen wird.
Mit dieser Seite "Heimatschmankerl" ergänzen wir das Projekt von Helmut Wartner und seinen Mitstreitern mit Berichten über Boden- und Naturdenkmäler in unserer Region und leisten damit einen weiteren Beitrag die Heimatgeschichte von Landshut zu erhalten.
Wir hoffen damit, Sie für den Besuch der oft wenig beachteten Schönheiten vor unserer Haustür anzuregen und sich für deren Erhalt einzusetzen.
Bucher Graben - die Perle der Altdofer Natur -
Die Schröger Mostbirne in Tiefenbach
Die Hohe Bürg in Niederaichbach
Die Fraunhofer Eiche und die Eschenallee in Neufraunhofen
Der Bucher Graben
Landwirtschaftliche Strukturen prägen die Gegend um Altdorf. Jedoch hat sich
nordwestlich des Ortsteiles Eugenbach ein Naturjuwel erhalten – das ist der
Bucher Graben.
Nach der Quelle bei dem Weiler Kollmann fließt der Bach begradigt am Waldrand durch Äcker und Wiesen, bis er im Gemeindegebiet Altdorf natürlich mäandrierend ein größeres Waldgebiet durchquert. Gerade diese Strecke ist für die Wasserqualität und die darin lebenden Tiere so wertvoll. Bei der letzten Kartierung wurde eine große Anzahl von Bachmuscheln und eine Vielzahl gesunder Steinkrebse festgestellt.
Text und Fotos Helmut Böhm
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Die Preysing-Eiche in Eching
Südlich der katholischen Pfarrkirche St. Johann Baptist in unmittelbarer Nähe zum Echinger Stausee steht eine mächtige Stiel-Eiche, die heute im Besitz der Grafenfamilie Preysing Lichtenegg-Moos ist. Als Schutzzweck ist in der Verordnung vom Januar 1984 angegeben: „..die ca. 250 – 300 Jahre alte Eiche wegen ihrer hervorragenden Schönheit und ihres Alters zu erhalten. Die Eiche hat durch ihre Mächtigkeit und ihrer Verbindung mit der Kirche und dem Pfarrhof eine dorf- und landschaftsprägende Wirkung sowie geschichtliche und heimatkundliche Bedeutung.“
Text und Fotos Helmut Wartner, Luftbild Klaus Leidorf
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Das Schandlfilz in Binabiburg
Der kleine Bach Bina war als „Pyna“ ursprünglich keltisch und Binabiburg als
„Bibaurgeins“ gotisch – wir befinden uns hier also auf sehr altem historischen Grund.
An einer westexponierten Hangkante in unmittelbarer Nähe zur Bina und der weiter östlich auf der fast 500 m hohen Hügelkuppe gelegenen Wallfahrtskirche St. Salvator liegt das sogenannte „Schandlfilz“. Im Bayerischen Wald und Oberbayern sind Filze Hochmoore, die bei niedrigen Temperaturen, erhöhten Niederschlägen und gehemmtem Wasserabfluß entstehen. Hier handelt es sich eher um Quellwasseraustritte am Hangfuß, die zu solchen Vernässungen geführt haben.
Text und Fotos Helmut Wartner
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Die Donatus-Linde in Vilsbiburg
In Sichtweite der Wallfahrtskirche Maria Hilf steht direkt neben einem rege frequentierten Feldweg der Rest eines einst stolzen Naturdenkmals in der Feldflur. Benannt nach dem Begründer der Wallfahrt im Jahr 1686, dem Kaminkehrer Donatus Orelli aus dem Tessin, erblickte sie vor rund 200 Jahren das Licht der Welt und heißt deshalb heute DonatusLinde.
Text und Fotos Helmut Wartner
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Zwei Linden in Vilsheim
Zwei Lindenbäume, eine in Gessendorf und eine bei Tannlohe stehen in der Gemeinde, die als Naturdenkmäler ausgewiesen wurden. Die Gessendorfer Linde ist mit Sicherheit eine der schönsten Linden im Landkreis Landshut.
Die zweite Baumpersönlichkeit steht auf dem Weg von Kapfing nach Tannlohe. Bereits 1937 wurde sie als Naturdenkmal in die Liste des Landkreises Landshut aufgenommen.
Text und Fotos Johannes Selmannsberger
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Die Eichen in Niedereulenbach
Rund 650 m westlich der Staatsstraße 2143 Richtung von Rottenburg nach Rohr steht eine stolze Eiche von ca. 175 Jahren als versteckter Naturschatz hinterhalb der Kirche.
Es ist ein Grenzbaum des Anwesens Eichen(!)weg Nr. 2.
Text und Fotos: Helmut Wartner
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Die Hohe Bürg in Niederaichbach
Die markantesten Anstiege vom Isartal ins tertiäre Hügelland im Bereich der mittleren und unteren Isar befinden sich zwischen Landshut und Niederaichbach. Eine der imposantesten Erhebungen ist dabei die Hohe Bürg, deren Kuppe mit 479 Metern gut 100 Meter über dem Isartal liegt.
Diese exponierte Position und der seinerzeit noch freie Blick über den Talraum der Isar waren auch der Grund dafür, dieses Gebiet bereits in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts als flächiges Naturdenkmal auszuweisen.
Ganz oben auf der Hohen Bürg lassen sich die Überreste einer mittelalterlichen Burg erahnen.
Text: Christian Brummer
Fotos: Helmut Pfitzner, Stefan Riedl, Christian Brummer, Dr. Eberhard Pfeuffer LBV, Rosi Rössner LBV
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Die Weihmichler Wirtslinden in Oberndorf
In der Ortschaft Oberndorf steht rund 700 m nördlich der Bundesstraße 299 Richtung Neustadt a.d. Donau und ebenso weit östlich von Edenland eine Lindengruppe, die im Datenblatt an der Unteren Naturschutzbehörde aus dem Jahr 2014 als „Kapellenlinden Oberfeld“ mit der Nr. 15 geführt werden.
Text: Lisa Voit und Helmut Wartner, Fotos: Heinrich Inkoferer
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Der Götzbachgraben in Niederaichbach von Dr. Christian Thurmaier
Fährt man von Landshut auf der Kreisstraße LA14 am Kernkraftwerk Isar II vorbei nach Niederaichbach, so stößt man unmittelbar nach der Isarbrücke rechts auf das Dorfgemeinschaftshaus und das Sportgelände. Zwischen diesem und der begradigten Isar zieht sich ein eher unscheinbarer Baumbestand auf ca. 1,2 km Länge dahin. Nördlich davon schützt
der Isardamm mit einem ausgetretenen Pfad die Ortschaft vor Hochwasser. Gleich zu Beginn steht ein fast nicht mehr lesbares Schild mit der Aufschrift „Geschützter Landschaftsbestandteil“ und man befindet sich am Beginn des sog. Götzbachgrabens. Es geht also in diesem Beitrag unserer Serie Naturschmankerl nicht um einen markanten Baum, sondern um ein Gewässer, das allerdings nur noch an wenigen Stellen Wasser führt und etwas trostlos und unbeachtet sein Dasein fristet.
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Die Eichen von Weihenstephan von Helmut Wartner
Die Lagebeschreibung „Zwei Eichen nordwestlich von Weihenstephan am Fußweg nach Eichstätt, an der St. Nepomuk-Kapelle“ im Formblatt für das Naturdenkmal Nr. 2277 weist darauf hin, dass zumindest Gläubige früher auch gerne zu Fuß gewandert oder gepilgert sind. Bereits seit 1937 stehen die zwei Eichen unter Schutz, wobei auf besagtem Weg mindestens drei weitere
Exemplare stehen, die ähnlich schützenswert wären. Das Alter von 300-350 Jahren dürfte eher zu hoch gegriffen sein, weil sich Eichen in unseren Breiten bei geeigneten Standorten gerne recht gut entwickeln.
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Kleines Schutzgebiet mit großer Vielfalt im Unterwattenbacher Moos von Christian Brummer
Hochstaudenfluren sind Pflanzengesellschaften mit hoher Bedeutung für die Artenvielfalt. Sie entwickeln sich zumeist an bodenfeuchten Standorten, die nur unregelmäßig oder spät im Jahr gemäht werden. Ihr Arteninventar ist dominiert durch mehrjährige, aber nicht verholzende Pflanzen und eine hohe Vielfalt an Insekten mit üblicherweise sehr hohen Stückzahlen.
Ein als „Geschützter Landschaftsbestandteil“ bereits in den 1990erJahren vom Landratsamt.
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Die Bäume der Familie Ostner in Gerzen von Helmut Wartner
Das am östlichen Landkreis gelegene Gerzen besteht laut erster urkundlicher Erwähnung des Hochstifts Regensburg schon um das Jahr 890, das „Jorcin“ als Königsgut ausweist. Diakon Aspert, Kanzler des Königs Arnulfs von Kärtnen – dem Urenkel Karls des Großen - brachte es durch Tausch in den heutigen Landkreis Landshut. In dieser Urkunde werden auch zwei Kapellen
in und um Velden erwähnt. Und tausend Jahre später gab es erneut eine denkwürdige Kapellenstiftung
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